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Digital Day - Data Literacy

Im Rahmen von zedita habe ich eine 11. Klasse zu einem Tagesworkshop zum Thema Data Literacy eingeladen. Das erste Highlight für die Klasse bestand natürlich darin, dass sie einen Tag im Innolab der Hochschule Weserbergland verbringen durften. Mein Highlight bestand darin zu sehen, wie selbstverständlich die Schülerinnen und Schüler an das Thema herangegangen sind. Ich war überrascht, wie viele Gedanken sie sich einerseits schon zu ein paar Themen gemacht hatten, aber andererseits auch, wie wenig sie andere Bereiche überhaupt auf dem Schirm hatten.

Beispiel für einen diskriminierenden Algorithmus aus "Ein Algorithmus hat kein Taktgefühlt" von Katharina Zweig (2019)

Was haben wir gemacht? Wir haben uns gefragt, was eine datenkompetente Person ausmacht und haben uns im Laufe des Tages drei Grundpfeiler der Datenkompetenz näher angeschaut. Und, was zeichnet eine datenkompetente Person nun aus?

Sie ist vor den typischen (statistischen) Denkfallen gewarnt, weiß wie man Merkmale von Personen mit Daten abbilden kann und wie man Daten aufbereitet. Außerdem kann eine datenkompetente Person sowohl Daten selbst grafisch darstellen, als auch Visualisierungen anderer Personen verstehen und einschätzen. Sie sollte statistische Kennzahlen im Kontext betrachten und dementsprechend interpretieren können und in der Lage sein, eigene Analyseergebnisse anschaulich zu präsentieren. Bestenfalls sollte sie Daten mithilfe statistischer Methoden selbst auswerten können, aber auf jeden Fall sollte sie in der Lage sein Fragen abzuleiten, die mithilfe von Daten und einer geeigneten statistischen Methode beantwortet werden können. Nur wer dazu in der Lage ist, kann überlegte Entscheidungen über den Umgang mit den persönlichen digitalen Daten treffen. Denn es ist kein Zauberwerk, dass Netflix ganz genau weiß, welche Serie uns noch gefallen würde und Alexa, Siri und Co uns verstehen können. Zu guter Letzt ist es auch eine Frage der Datenkompetenz, ein Gespür für ethische Standards im Umgang mit Daten zu bekommen und diese für sich persönlich zu definieren. Erst ein gewisses Maß an Datenkompetenz macht einen selbstbewussten Umgang mit Daten möglich.

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